Saturday, 3 September 2011

Arbeitszeit --- Gesetz

Arbeitszeitgesetz §3: Die werktägliche Arbeitszeit der Arbeitnehmer darf acht Stunden nicht überschreiten. Sie kann auf bis zu zehn Stunden nur verlängert werden, wenn innerhalb von sechs Kalendermonaten oder innerhalb von 24 Wochen im Durchschnitt acht Stunden werktäglich nicht überschritten werden.

„Das Schöne an diesem Unternehmen ist, dass man wirklich was bewegen kann, wenn man es möchte und was dafür tut. Ich habe vor etwas mehr als einem Jahr hier angefangen und habe eine Stelle, die sonst nur Volljuristen haben. Gerade betreue ich ein Projekt, da kann ich in Absprache mit dem Vorstand alles gestalten. Das macht Spaß.
Ich fange mehrmals die Woche um sechs Uhr an und gehe dann gegen 15.00Uhr. Ich will ja meine kleine Tochter auch noch sehen. Und dann, wenn sie im Bett ist, arbeite ich noch ein bißchen weiter. Zweimal die Woche komme ich auch ganz normal, aber dann bleibe ich meist bis acht. Ich habe einen Ehemann, der mich sehr gut unterstützt. Im Moment arbeite ich täglich ca. 14-15 Stunden. Aber, das macht mir nichts aus. Es ist ja mein Projekt und das macht Spaß. Und irgendwann wird ja auch meine Tochter wieder krank und dann nehme ich auch noch mal eine Woche frei, schließlich muss ich ja all meine Überstunden wieder loswerden“ (Gedächtnisprotokoll).

Sunday, 24 January 2010

Hamburg – eine schöne Stadt?!

Hamburg das bedeutet im Moment: Eisschollen auf der Elbe. Die zugefrorene Außenalster. Moderne Gebäude in der Innenstadt und alte gerade so noch verteidigte Gängeviertel. In der Wexstraße 7 gibt es ein Modell dieser Innenstadt zu sehen. Es ist aus Lindenholz gefertigt. Ältere Gebäude sind weiß, neuere orange. Die Hafencity ist dort – orange – inklusive der Elbphilharmonie. Der Eintritt ist frei und eine freundliche, etwas punkige Dame in ihren Vierzigern gibt Auskunft.

Außer mir gab es noch zwei andere Besucherinnen. Beide machten einen intellektuellen Eindruck, graue Haar, um die fünfzig. Eine von beiden war aufmerksam, interessiert und stellte Fragen. Sie hatte bemerkt, dass in den Gebieten entlang der Elbe, die etwas außerhalb der Innenstadt liegen, die Bebauung relativ niedrig gehalten war. Gab es dort Bauvorschriften? Ja. Und wie kommt es dann, dass es in Innenstadtnähe so viele hohe Häuser gibt – gelten dort andere Bauvorschriften? Nein, dort gibt es die selben, aus diesem Grund ist dieses Haus – die Besucherbetreuerin deutet mit einem roten Laserpointer auf eines der Gebäude mit Blick auf die Elbe - auch mit Durchbrechungen gebaut worden. Sehr absurd. Alle waren sich einig. Aber warum tut denn die Stadt nichts gegen diese Bauherren und sorgt dafür, dass die Bauvorschriften eingehalten werden? Vielleicht sind die Bauherren und Stadtherren die selben, vermutet die Besucherbetreuerin vorsichtig. Bedachtes Nicken. Die Besucherbetreuerin berichtet von zugebauten Spielplätzen, Parks. Und alles für Bürogebäude, die dann an anderer Stelle doch wieder leer stünden.

Ich schaute mir derweil das Frappant aus der Nähe an oder besser, ich suchte die Große Bergstraße. Die Große Bergstraße ist eine breite Einkaufsstraße aus der Nachkriegszeit. Das Frappant ein inzwischen fast leer stehendes Hochhaus: Beton und Stahl im Stil der 1970er. Früher war es Karstadt und versetzte in Erstaunen, heute ist es nur noch häßlich. Ganz anders dagegen, bemerkte jetzt eine der Besucherinnen auf der anderen Seite des Stadtmodells, die Elbphilharmonie. Sie würde schön werden, da sei sie sich sicher.

Es war dieses „schön“ was mich erstaunte. Dieses schön rechtfertigte alles: die Bebauung gegen die bestehenden Regeln, die Milliardenkosten, die Verdrängung von Gemeinschaftsplatz, die vorher beschrieben wurden. Solange es doch schön ist. Dann passt es zum schönen Hamburg auf eine Weise, wie das Frappant eben nicht dazu passt – es soll abgerissen werden, ersetzt mit einem (schönen?) IKEA. Dieses „schön“ ist unglaublich machtvoll. Aber was bedeutet es genau? Was umfasst es? Woher bezieht es seine Kraft?

http://frappant.blogsome.com/
http://www.hamburg.de/stadtmodell/

Saturday, 16 May 2009

Tourists changing the world?

There is a strange tendency during this ‚crisis‘ to portray consumption as kind of a Messiah. As long as people keep buying everything is going to be fine. Central Banks are lowering the interest rates in order to stimulate consumption. Funny enough nobody seems to consider that extensive consumption and private depth actually contributed to this crisis.

However, this myth of the world-changing consumption is nothing new. There are scholars who claim that the Eastern Bloc collapsed because the government were not able to provide people with sufficient opportunities to consume.

Equally nowadays in Europe, people can buy whatever consumer goods in designated shops and contribute to a good cause, to the improvement of our environment etc. Even tourists can do good, by choosing environmental friendly ways of travel or even dedicate their holidays as volunteer tourists to a good task.

All of this is loading consumption with a political value. Of course, there is no way to deny that consumption has big impact in this world. In addition to that all those interpretations of consumption contribute to individualise problems. Now, not a society is responsible for solving problems, like how to use resources in a sustainable way. No, right now, it is the individual in the shop or the tourist who is hold responsible for all those problems. The same individual is even responsible for the financial crisis when it does stop buying.

Sorry, but that is just absurd. And, the worst of it, it takes out the joy from travelling around, having a good coffee. Instead, all of those activities are loaded with values and guilt. The guilt we free ourselves from with additional, but of course more conscious shopping. Our Messiahs of consumption is our Mephisto at the same time.


Saturday, 5 July 2008

Touristenziel: zu Hause

Sozialwissenschaftler sagen, Touristen haben ein zu Hause. Das gäbe ihnen die nötige Sicherheit, das Abenteuer, das Neue und Unbekannte zu suchen. Ist auch der andere Fall vorstellbar? Jemand, der das Neue und Unbekannte als ständigen Begleiter hat, was ihr/ihm die Freiheit gibt, ein zu Hause zu suchen? Was ist, wenn man immer und überall das Fremde riecht, spürt, hört und sieht? Eigentlich alles ein Abenteuer ist. Und, genau diese Erfahrung macht es möglich oder vielmehr nötig, ein zu Hause zu suchen. Genau wie für einen Tourist, gäbe es dann für diese Person Perioden, wo der Wunsch nach Hause zu kommen unglaublich groß wird, das aber nur aufgrund der Sicherheit, dass das Unbekannte immer präsent ist und auch sein wird.

Es wäre das Bewusstsein, dass sich alles die ganze Zeit verändert, immer wieder alles neu ist und der Moment des Ankommens würde zur Sehenswürdigkeit, die man bestaunen, genießen, vielleicht bezeichnen kann, um dann weiter zu gehen in der andauernden Veränderung.

"I think, therefore I am"?

"I think, therefore I am"? I am not sure about it, dear René. I would propose: I think, therefore I do or act. Or perhaps, I think, therefore I keep changing and am nothing!

Monday, 24 December 2007

Simone de Beauvoir

"Ich möchte vom Leben alles. Ich möchte eine Frau, aber auch ein Mann sein, viele Freunde haben und allein sein, viel arbeiten und gute Bücher schreiben, aber auch reisen und mich vergnügen, egoistisch und nicht egoistisch sein ..." (1947)

"In meinem ganzen Leben bin ich niemandem begegnet, der so zum Glück begabt gewesen wäre wie ich - auch niemandem, der sich mit gleicher Hartnäckigkeit darauf versteift hätte."

Thursday, 13 December 2007

On Top

It was nothing what you would call an everyday-experience. Twenty people who usually share offices, books and thoughts went for a weekend into the woods. In a particular moment they were forced to split up into smaller groups and got the order to solve challenging tasks under the leadership of one outstanding person.

One of the groups had a special struggle with the doors, simply because there was none in the woods. So they started walking up the hills, trying to reach even higher peaks and hoping that they would be able to see some doors from over there.

To make it short: They could not find any. But they found other beautiful things up there. Especially one of the group members got a gift. He was almost running up the mountains, leading the group, although he was not the leader, because everything around him seemed familiar. And then, he reached the peak of one of the mountains, he took of his hat, waved it around excitedly. Only seconds passed and he stood still, took a deep breath, enjoyed the marvellous view and knew: He was back home again.